Living Library

vier diverse Menschen sitzen an einem Tisch. Drei davon haben Zettel und Stift vor sich liegen, die vierte Person spricht.

Don‘t judge a book by its cover.

– NGO „STOP THE VIOLENCE“

Die Living Library (lebendige Bibliothek) ist eine nachhaltige Workshopform der Diskriminierungssensibilisierung und Demokratiebildung. Sie schafft sichere Begegnungsräume, in denen Menschen ihre Geschichten mit Anderen teilen und Erfahrungen austauschen. Das Konzept baut persönliche und direkte Gesprächskonstellationen auf, die so sonst vermutlich nicht zustande kommen – ähnlich wie Zeitzeug*innengespräche, nur dass diese Zeit jetzt ist.

Eine Gesprächsrunde mit einem „human book“ dauert 20 – 30 Minuten. Um den Teilnehmenden die Möglichkeit zu geben mit mindestens zwei „human books“ zu sprechen, empfehlen wir eine Veranstaltungsdauer von mindestens 90 Minuten (inklusive Vorbereitung und Reflexion).

Längere Einheiten bis Ganztagsseminare inklusive inhalticher Auseinandersetzung bieten wir nach individueller Absprache an.

Je nach Kontext und Zielsetzung einer Living Library kann diese ein breites Spektrum abdecken. Die Geschichten der „human books“ erzählen mit unterschiedlichem Fokus u.a. von ihrer Flucht über das Mittelmeer oder dem Weg zu Fuß, dem Leben und den Kriegen in Afghanistan oder Syrien, dem Leben als non-binäre Person oder der Transition zu einem anderen Geschlecht, dem Leben mit einer Behinderung, dem erfahrenen Rassismus als BIPOC oder Geflüchtete:r in Deutschland, dem Umgang mit Depressionen oder der erlebten Drogensucht, der Flucht aus der DDR u.v.m.

Living Libraries provozieren Perspektivwechsel, sensibilisieren für Diskriminierungen, schulen die Fähigkeit des empathischen Zuhörens und fördern einen besseren Umgang mit anderen Menschen, Kulturen, Religionen und Lebensentwürfen.

Living Librarys eignen sich sowohl für öffentliche Veranstaltungen in Cafés, Bibliotheken, Jugendclubs und anderen Veranstaltungsräumen, als auch für interne Veranstaltungen wie Schuldoppelstunden, Projekttage, Klassenfahrten, interne bzw. betriebliche Weiterbildungen. Im Zusammenhang mit Living Libraries bieten wir außerdem Workshops/ Trainings zur Diskriminierungssensibilisierung, Konfliktbearbeitung, zu Diversität und Chancengleicheit an.

Zur unverbindlichen Anfrage nutzen Sie bitte unser Anmeldeformular.

Das Herz einer jeden Living Library sind die „human books“. „Human books“ sind diejenigen Menschen, die während einer Living Library ihre ganz individuellen Erfahrungen, Perspektiven und Geschichten teilen. Diese sprechen dabei nicht als belehrende Person im Frontalunterricht, sondern kommen mit den Workshop-Teilnehmenden in einen unmittelbaren Austausch zusammen. Living Libraries wirken dabei nicht bloß aufklärend, sondern ebenfalls empowernd – sowohl für diejenigen, die ihre Geschichten teilen wie für jene, die sich in diesen wiedererkennen.

Jede Living Library wird durch unserere geschulten Trainer*innen begleitet. Sie sind bei den teilweise harten Erfahrungen für das Wohlergehen der „human books“ und der Teilnehmenden verantwortlich. Im Anschluss an eine Gesprächsrunde leiten sie außerdem je eine Reflexionsrunde mit den Teilnehmenden und den „human books“ an.

Die Kosten einer Living Library variieren nach der Anzahl der Teilnehmenden, dem Zeitrahmen, dem dazugehörenden Rahmenprogramm und ggf. der Entfernung.

Als Richtwert kann für eine Schuldoppelstunde (90 Minuten) mit 25 Schüler*innen in der Region Halle (Saale) – Leipzig mit Gesamtkosten von ca. 450 € gerechnet werden.

Da es uns ausgesprochen wichtig ist, möglichst jede Anfrage auch tatsächlich durchzuführen, bemühen wir uns für den Fall, dass die Kosten nicht beglichen werden können, über Förderungen mindestens eine Teilfinanzierung zu realisieren.

Gern senden wir Ihnen auf Anfrage ein Angebot zu.